Unser Alltag in Malawi

Mit diesem Beitrag erzählen wir euch etwas, wie wir unseren Alltag hier in Malawi erleben…Seit nun knapp zwei Wochen sind wir in Lilongwe. Bis jetzt gingen wir täglich in den Kindergarten, worüber wir euch schon ein wenig berichtet haben. Nach dem Kindergarten und nach dem Lunch ist meistens ein Mittagsschlaf angesagt (Ja, Kinder sind anstrengend, vor allem so viele auf einmal 😉 ). Am Nachmittag versuchen wir im Office mitzuhelfen, sei es beim Formatieren von Dokumenten, bei Übersetzungen oder beim Erstellen von Unterlagen für das Fundraising der verschiedenen Projekte. Bei so vielen Projekten, die gleichzeitig laufen, gibt es eine Menge zu Unterstützen. Wir müssen uns aber immer wieder einbringen und unsere Hilfe konkret anbieten, denn sie würden nicht auf uns zukommen und fragen, „hey könntet ihr dies oder das machen, oder uns hier helfen…“. 

Die Mentalität ist hier schon ganz anders, woran wir uns immer wieder gewöhnen müssen. Ein grosser Unterschied zur Schweiz ist, dass wir hier Tag für Tag leben und den Moment so auch besser geniessen können. Dies bedingt aber auch, dass wir von unserem Schweizer Planungssicherheitsanspruch wegkommen müssen – eine neuartige Erfahrung.

Einkaufen gehen wir meistens in ein Shoppingcenter. Früchte und Gemüse kaufen wir am Strassenrand oder auf dem Markt, wo wir als Weisse bestimmt mehr bezahlen als die Einheimischen ;-). Die Vielfalt des Gemüses auf dem Markt ist bemerkenswert. Auch ihre Verkaufskonzepte sind auf den ersten Blick nicht nachzuvollziehen. So sind bspw. alle Tomatenhändler nebeneinander – keine Möglichkeit, sich durch entsprechendes „Marketing“ voneinandere abzugrenzen. Hier wird aber viel Wert auf Verwandtschaft gelegt und entsprechend eingekauft. Dies als ein kleines Beispiel des Kulturunterschieds.

Wir leben hier wie in einer WG zusammen mit James und Memory. James ist der Leiter der Foundation vor Ort. Momentan lebt noch ein anderes Schweizer Paar hier für 3 Wochen. So können wir uns abwechseln mit dem Kochen und kamen auch schon in den Genuss der Schweizer Küche :-). Sie kochen für gewöhnlich ca. dreimal (!) am Tag. Zum Frühstück gibt es sweet potatoes, zum Lunch und Abendessen meistens das typische Gericht hier in Malawi namens „Cima“, eine Art Maisbrei. Dies wird mit der rechten Hand zusammen mit Fleisch und verschiedenem Gemüse gegessen. Uns schmeckt dies sehr gut! 

Das Wochenende verbrachten wir bis jetzt mit Einkäufen, Zuschauen bei einem Fussballmatch in einem riesigen Stadion (gebaut durch die Chinesen) mit Platz für 40’000 Zuschauer, am Sonntag Besuch der Kirche um 7.00 Uhr (!) morgens und Jazzkonzert am Abend. Die Malawaner sind sehr gläubig, dementsprechend ist die Kirche sehr voll und der Gottesdienst dauert ca. 2 Stunden. Um 10.00 Uhr findet dann der zweite Gottesdienst statt…

Ganz grundsätzlich konnten wir auch viel über dieses Land lernen. Beispielsweise sind 40% der Bevölkerung unter 15 Jahre alt, die Konsequenzen davon könnt ihr euch selber abschätzen. Bis jetzt hatten wir jeden Tag mindestens einen Stromunterbruch – ein für uns selbstverständliches Gut ist hier Mangel! Feuerstelle und Thermoskanne sind die wichtigsten Küchenhilfsmittel…



3 Gedanken zu “Unser Alltag in Malawi

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