Ein Einblick in die verschiedenen Projekte

Wir haben bereits über den Kindergarten berichtet, welcher aber nur einen Teil der Zikomo Foundation abdeckt. Nebst dem Kindergarten gehört eine Fussball Academy und eine Farm dazu. Zudem unterstützt die Zikomo Foundation ein Waisenhaus, ein Jugendgefängnis, sowie ein Spital.

Die Fussball Academy: Wer mich (Deborah) kennt, weiss, dass ich nicht besonders Fussballbegeistert bin ;-). Jedoch hier den Jungs ab 8 bis über 20 Jahren beim Training zuzuschauen, hat mich dann doch fasziniert. Die Begeisterung und die Freude sind den Jungs deutlich ins Gesicht geschrieben. Es sind insgesamt 8 Teams (davon ein Frauenteam) in unterschiedlichen Altersklassen. Sie trainieren jeweils nachmittags von Dienstag bis Freitag,  am Wochenende findet teilweise ein Plauschturnier statt. Die Kinder kommen teilweise aus sehr armen Verhältnissen und erhalten dank der Academy eine Aufgabe, welcher sie mit Freude nachgehen. Mit wenig Material, wird ein möglichst professionelles Training durchgeführt. Ganz klar fehlt es an Fussbällen und übrigem Material. Die Jungs und Mädels spielen teilweise Barfuss, was auf diesem Untergrund wohl auch nicht immer sehr angenehm ist.

The Farm of hope: Heute besuchten wir die Farm, welche die Zikomo vor einem Jahr gekauft hat und betreibt. Die Farm liegt etwa 150km von Lilongwe entfernt und ist nur mit einem 4×4 Fahrzeug erreichbar. Also starteten wir am Morgen früh…die Farm erreichten wir aber erst um ca. 14.00 Uhr…Tja, wir hatten unterwegs eine Autopanne. Warten…warten…und nochmals warten war angesagt. Der Mechaniker sei bald unterwegs.  Was auch immer das hier in Malawi heissen mag. Also entschieden wir uns bis zum nächsten Dorf einen öffentlichen Bus zu nehmen und von dort aus mit dem Motorrad bis zur Farm zu gelangen. James blieb derweil beim Auto. Wie wir feststellten, verlangten die Töfffahrer einiges mehr als wir zahlen wollten. Also hofften wir, dass in der Zwischenzeit doch noch das Auto wieder anspringen wird. Und siehe da, es hat geklappt! So fuhren wir über einen praktisch unbefahrbaren Weg zur Farm. Die Farm bewirtschaftet 24 Hektaren Land, wovon die Hälfte mit Soja und die andere Hälfte mit Mais. Morgen steht die Ernte des Mais von Hand an. Dazu wurden 15 Mitarbeiter angestellt, welche für einen Monat umgerechnet CHF 400 (aufgeteilt auf die 15 Mitarbeiter!) erhalten. Diese Produkte werden teilweise für den Kindergarten oder für den Selbstverbrauch und grösstenteils für den Verkauf weiterverarbeitet. 

Das Waisenhaus : Zikomo unterstützt das Waisenhaus mit Kauf von Milchpulver (welches hier sehr teuer ist) und mit Spenden von Kinderkleidern. Momentan befinden sich dort über 10 Kinder, resp. Babies bis zum Alter von 3 jährig. Die Kleinen sind sehr süss, kaum waren wir dort, wollten sie von uns schon herumgetragen werden. Sie suchen die Nähe zum Menschen…was für uns natürlich aufgrund deren Schicksal verständlich ist. 

Das Kinderspital: Bei unserem Besuch im Kinderspital erhielten wir in sehr viele Abteilungen einen Einblick. Dies war für uns eher ein bedrückender Einblick, denn wer mag schon Spitäler, geschweige Kinder sehen, die leiden. Von den hygienischen Bedingungen und dem Fortschritt bezüglich Personendaten (alles auf Papier und aus unserer Sicht eher ein Durcheinander) sprechen wir gar nicht. Das sind Welten zur Schweiz. Die Zikomo spendet dort monatlich frische Milch, welche für die Kinder gedacht ist, die keine feste Nahrung aufnehmen können. Momentan sind das 109 Kinder, die täglich bis zu einem Liter Milch erhalten.

Das Jugendgefängnis: Ja, wir waren schon ein wenig nervös, als wir im Vorraum vom Jugendgefängnis von Lilongwe auf den Eintritt zu den jungen Häftlingen warteten…Im Innenhof starrten uns dann entsprechend viele junge Männer entgegen. Sie spielten für uns einen kurzen Fussballmatch, eine von den wenigen Beschäftigungen für über 300 Häftlinge (für ein Gefängnis, welches ursprünglich für 100 Menschen gedacht war und im Jahr 1927 gebaut und seither nicht renoviert wurde…). Dort sind Jungs von 12-25 jährig, vom „Maiskolbendieb“ bis zum Mörder auf engstem Raum untergebracht. Seit die Zikomo dort unterstützt, sei es bei der Hygiene, beim Essen, beim Schulunterricht oder eben beim Fussballspielen, hat sich die Situation schon um einiges verbessert. Die jungen Gefangenen schöpfen Hoffnung, nach der Haft auf einen guten Weg zu gelangen.

Das sind unsere Erlebnisse, welche wir die letzten drei Wochen schon erlebt, geprägt und zum Nachdenken gebracht haben…

Ein Gedanke zu “Ein Einblick in die verschiedenen Projekte

  1. Meine Lieben, ja – da erlebt ihr ganz schön Interessantes! Danke für den guten Einblick in ein Land, ein Leben von Menschen – Kindern, wie wir es uns kaum vorstellen können. Im Gebet begleite ich Euch beide und auch besonders die Kinder in den kommenden Ostertagen. Alles Liebe für Euch weiterhin! Mami Susanne

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