Von der Küste in die Berge

Nachdem wir unser Spanisch-Zertifikat nach einem katastrophalen Sprachtest trotzdem erhalten hatten, machten wir uns zu unserer eigentlichen Reise auf. Wir waren beide etwas nervös und aufgeregt zugleich. Nach 4-Stündiger Busfahrt trafen wir in Trujillo ein. Früher eine Handelsmetropole, ist diese Stadt auch heute noch wunderschön. Zwar hört man die lauten Taxis rund um die Uhr hupen, dies ist jedoch in den schön restaurierten antiken Villen kein Problem. Im Gegenteil, dies gehört sozusagen zu Peru. Unser Hostel lag gleich beim Placa des Armas. So nennt man in Peru den Hauptplatz, den es in jeder Stadt gibt. Dort steht jeweils eine gigantische Statue mit einem Kriegshelden. Rund um diese viereckigen Plätze sind dann jeweils eine Kirche, das Parlamentsgebäude sowie wichtige Banken und Ämter. Gleich nach der Ankunft und einem äusserst guten Peruanischen Kaffee besichtigten wir die Huaca del Sol und de la Noche. Beide Tempel wurden von der Moche-Kultur vor sehr langer Zeit errichtet. Es war schlicht gigantisch, was die Menschen damals im Stande waren zu bauen. Auch am nächsten Tag besichtigen wir eine Kultur-Stätte. Diesmal die Chan-Chan Stadt. Dies war eine Stadt für 60’000 Leute, erbaut vor etwa 3000 Jahren. Die Mauern sollen 12 Meter hoch gewesen sein. Als wir darin standen waren sie immer noch beeindruckend. Um unser Spanisch zu pflegen, beschlossen wir eine Spanische Führerin zu nehmen. Diese war super motiviert; uns kams so vor als hätte sie die Vorspultaste gedrückt gehalten. Am Abend nahmen wir den Nachtbus in Richtung Huaraz.

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Nach einer Bus-Nacht stiegen wir am frühen Morgen in Huaraz auf über 3000 Metern aus. Nach erfolgreicher Hostelsuche und einem American-Breakfast im Café California, erkundeten wir uns über Möglichkeiten, die es dort zu machen gäbe. Um uns anzuklimatisieren beschlossen wir zur Laguna Wilcacocha zu laufen. Dies sollte für den Nachmittag durchaus machbar sein, dachten wir. Schon nach den ersten Schritten waren wir aber voll am Limit. Bis auf die 3750 Meter hoch war dann schon sehr schwer. Doch die Anstrengung hat sich definitiv gelohnt. Der kleine See inmitten der Anden mit herrlicher Aussicht war bezaubernd. Mit dem verdienten Sandwich mussten wir aber pressieren, natürlich (wie bei bisher jeder unserer Wanderungen) fing es an zu regnen. Bis unten waren wir dann durchnässt und schlussendlich froh wieder in Huaraz zu sein. Tags darauf beschlossen wir zu einem anderen See, etwas weiter oben zu wandern. Der Taxifahrer führte uns auf abenteuerlichen Routen raus aus Huaraz in die Berge. Wir wollten bis zum Parkplatz Pitec mit dem Taxi und dann den 2-Stunden Aufstieg zum Lake Churup auf 4450 Metern machen. Doch in Llupu hielt das Taxi an, nicht wie besprochen. Wir sollen aussteigen, er könne nicht weiterfahren. Mit keiner anderen Wahl stiegen wir aus und liefen halt von weiter unten los. Bis zum Parkplatz waren es dann schon 1,5 Stunden. Nach 2 Stunden und auf einer Höhe von 4000 Metern ging es dann Deborah nicht mehr gut, die Höhe in Kombination mit der Anstrengung machte ihr zu schaffen. Ich (Gabriel) stieg trotzdem noch zum See hinauf, der für sich nicht die riesige Entdeckung war. Hinab mussten wir dann nur noch bis zum Parkplatz, von wo uns „Gabriel der Kombi-Fahrer“ mit einem Minibus nach Huaraz begleitete. Schon nur diese Busfahrt war ein Abenteuer für sich. Am dritten Tag stand das Highlight an. Um 05:30 am Morgen wurden wir im Hostel abgeholt und fuhren in einem Bus direkt in den Nationalpark oberhalb von Huaraz. Das Ziel der Reise war die Laguna 69 auf 4600 Metern. Die gut 3 Stündige Wanderung auf dieser Höhe hatte es in sich, auch waren wir wohl noch zu wenig anklimatisiert… Je weiter oben je mehr häuften sich die Pausen. Schlussendlich hat sich der Aufstieg aber mehr als gelohnt. Der See inmitten der 6000der-Berge ist wirklich beeindruckend. Nach dem eindrücklichen Tag gönnten wir uns noch ein Quniufa (Quinoaeintopf) und Peruanisches Bier, bevor wir mit dem Nachtbus nach Paracas bei Pisco fuhren…

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3 Gedanken zu “Von der Küste in die Berge

  1. Herrlich, wie ihr das beschreibt und in Kombination mit den Bildern kann man sich hier das gut vorstellen….. Weiterhin fröhliche Reise 🙂 und äs b’hüet Euch

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  2. Die Fotos sind super! Habt ihr immer einen Fotografen dabei, wenn ihr zu zweit in einiger Entfernung steht, wo kein Selfie möglich ist?

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