Arequipa – Colca Canyon

Nach unserem Wüstenausflug in Nasca führte es uns nach Arequipa – in die „weisse Stadt“. Dort verbrachten wir ein paar „ruhige“ Tage, sei es bei einem Stadtrundgang, beim Besuch des Klosters und der Kathedrale oder bei einem Mountainbike-Ausflug, welcher etwas weniger ruhig war…Wir wollten mit dem Bike raus aus der Stadt um die Landschaft um Arequipa etwas zu erkundigen. Jedoch haben wir nicht damit gerechnet, dass der Aufstieg in Richtung des Vulkans Misti rund drei Stunden dauert. So waren wir ziemlich angeschlagen und naja, wir haben unseren ursprünglichen Plan aufgegeben und haben uns nach einem Mittagessen für 12 Soles (ca. 3 CHF für beide, Suppe, Reis mit Gemüse und Fleisch/Fisch) auf den Heimweg gemacht. Da bemerkten wir auch, wie viele Höhenmeter wir tatsächlich hinter uns gebracht hatten… Immerhin, die Aussicht auf die Stadt und den 6000m hohen Vulkan war gigantisch. Interessant war zu sehen, dass je weiter hinauf es ging, die Bewohnungen immer ärmer wurden.

Nach Arequipa machten wir uns mit dem lokalen Bus auf zum Colca Canyon Tal. Die Reise an sich war schon ein Abenteuer, denn die Strasse führte über einen 5000 M.ü.M. Pass. Unser Bus kam dann auch knapp die Strasse hinauf und musste etwa jede Stunde einen Stopp einlegen, um Benzin mit Hilfe eines Trichters aufzufüllen. Wir wählten ganz bewusst dieses einheimische Verkehrsmittel, es waren nur 2-3 andere Touris mit dabei. 7 Stunden später und nach etlichen Stopps, erreichten wir Cabanaconde, wo wir eine Nacht verbrachten. Am nächsten Morgen gingen wir früh los, um zum nahe gelegenen Aussichtspunkt Cruz del Condor zu gelangen. Gabriel war richtig nervös und dachte, dass die Condore wohl alle schon weg sind. Ich konnte ihn beruhigen und sagte, dass wir geduldig sein müssen…und tatsächlich, da flogen dann etliche Condore mit einer Flügelspannweite von bis zu 3m herum, wirklich sehr eindrücklich! Nachdem Gabriel tolle Fotos aufgenommen hat, sind dann x-hunderte Touristen mit geführten Touren von Arequipa her eingetroffen – und die Condore wie erwartet weg. Gabriel war dann auch überglücklich so viele tolle Condore zu Gesicht bekommen zu haben 😉

Am selben Tag machten wir uns auf den Weg nach Ilahar, einem Ort unten beim Canyon mit einer heissen Quelle! Dort angekommen (die Wanderung dauerte knapp 4 Stunden und es ging nur abwärts), genossen wir das knapp 40 Grad warme Bad neben dem Canyon. Am Tag darauf starteten wir am Morgen früh in Richtung Oasis, wiederum ein Ort unten am Canyon. Dafür mussten wir zuerst etwa 1500m hoch, um dann diese wieder runter zu „krackseln“. In der Lodge angekommen, entspannten wir uns bei einem Bad im Pool. Denn am nächsten Morgen hatten wir einen steilen Aufstieg vor uns, zurück nach Cabanaconde… So konnten wir am eigenen Leib erleben, wie tief dieser tiefste Canyon der Welt wirklich ist! Diesen Aufstieg brachten wir gut hinter uns und fuhren am Mittag mit dem Bus bis nach Chivay, wo wir eine Nacht verbrachten und die Weiterfahrt nach Cusco organisierten.

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