Salar de Uyuni

Mit dem Salzsee lag ein Highlight Boliviens vor uns. Also buchten wir im touristischen und eher ausgestorbenen Dörfchen Uyuni eine 3-Tagestour bei einer von x Agenturen. In Uyuni waren wir auf einer Höhe von rund 3800 M.ü.M. – sprich unsere Winterjacken behielten wir auch in den ungeheizten Restaurants an…Aber bei einer leckeren „Lama-Fleischsuppe“ in einem lokalen Restaurant, konnten wir und etwas aufwärmen. Wir waren dann aber froh, als es losging. Zusammen mit zwei Franzosen, einem Holländer, einem Hongkonger und unserem Guide Gregory (ich fühlte mich als einzige Frau gut beschützt), ging es mit einem 4×4 los in Richtung Salar de Uyuni. Am ersten Tag fuhren wir durch diesen scheinbar unendlichen Salzsee. Es war unbeschreiblich schön, diese weisse Farbe, die Struktur und die betonhärte des Salzes. Unser Guide erzählte uns, dass die Tiefe des Salzes an gewissen Stellen rund 11m beträgt! Natürlich durften die Perpektivenfotos nicht fehlen, das hat aber auch echt Spass gemacht (auf jeden Fall für die jüngere Gesellschaft unserer Gruppe – die beiden Franzosen im Alter von Ü50 meinten: „C’est assez mainentant – les jeunes…!“ 😉 ). Also gehorchten wir und so ging es weiter zu einer Insel voller riesengrossen Kakteen inmitten des Salzsees. Anscheinend lebten dort früher die Inkas… Wir fragten uns jedoch, von was sie dort überlebt hatten… Bevor dann die Sonne unterging, platzierten wir uns. Es wurde kalt – sehr kalt und ich fragte mich, wieso ausgerechnet jetzt die Sonne so langsam unterzugehen schien. Anyway, nach einem eher unspektulären Sonnenuntergang fuhren wir zu unserem Hotel – ein Hotel aus Salz natürlich! Zum Glück konnten wir uns bei Tee und Kaffee aufwärmen. Gabriel fror währenddessen draussen weiter, um spektakuläre Fotos des unglaublichen Sternenhimmels zu machen. Ich unterhielt mich währenddessen mit einem gleichgesinnten Franzosen, der auch ein Pferdeliebhaber ist und merkte dabei, wie sehr mir doch die Pferde fehlen… Schon bald wurde das Abendessen serviert und wir liessen den Abend mit Männersprüchen, Whiskey trinken und Karten spielen (ich gewann souverän) ausklingen. 

Nach einer kalten – warmen Nacht, ging es am nächsten Tag weiter. Den Salzsee hatten wir bereits verlassen. Auf dem Programm standen diverse Lagunen mit Flamingos. Was eigentlich nicht im Programm stand, war, dass wir und x andere Tourenanbieter mit ihren 4×4 im Schnee (welcher die Nacht zuvor auf die Strassen verweht wurde) stecken geblieben sind… Also hiess es aussteigen und Auto ausbudeln und dank unserem erfahrenen Guide, kamen wir wieder frei. Die ganze Fahrt verlief spektakulär und wir bereiteten uns schon fast auf eine Nacht im Auto vor. Zum Glück war dem nicht so und wir konnten trotzdem noch die Lagunen mit den Flamingos geniessen. Jedoch war uns allen sehr kalt, denn ein heftiger Wind bliess durch unsere Kleider hindurch. Im Hotel angekommen (dieses liegt auf 4200 M.ü.M. und es hat natürlich keine Heizung) war es nicht wärmer. Zudem wurde uns (Gabriel und mir) mitgeteilt, dass die Strasse nach Chile gesperrt sei, aber ein Umweg mit Zusatzkosten für den nächsten Tag möglich sei. Diesen Umweg nahmen wir in Kauf, denn wir hatten uns kurzfristig entschieden, einen Abstecher nach Chile zu machen, in der Hoffnung, dass es dort etwas wärmer sein wird… Die Nacht war eisig kalt – trotz etlichen Kleiderschichten, Schlafsack und zwei Decken, schlief ich nicht wirklich, während Gabriel vor sich hin träumte… Ich war froh (!), als der Wecker um 4 Uhr Morgens klingelte und es in Richtung Chile weiterging…

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