Der Küste entlang bis nach Lima

Unsere letzten Tage in Peru verbrachten wir hauptsächlich an der Küste. Zum ersten Mal reisten wir auf unserer Peru-Reise mit dem Zug. Eher gemütlich und holprig waren wir mit dem Zug von Arica (Chile) nach Tacna (Peru) unterwegs. Wäre der Zug schneller als 40 km/h gefahren, wäre er wohl entgleist.. In Tacna verbrachten wir zwei Tage und reisten weiter über Mollendo – Ica – Chincha nach Lima. Ausser in Ica waren wir so ziemlich die einzigen Touristen, denn an der Küste ist es im Winter mit dem ewigen grauen Schleier nicht besonders „anmächelig“. In Ica gönnten wir uns einen Besuch auf einem Weingut. Wir durften herrlichen Wein sowie den peruanischen Pisco degustieren und genossen die herrliche Atmosphäre auf diesem Gut, während wir von einem Reiter und Tänzerin unterhalten wurden.

Am nächsten Tag erreichten wir Chincha – eine ehemalige Sklavenstadt. Hier erwartete uns viel Verkehr, Lärm und Müll. So wie wir es bereits bei unserem ersten Aufenthalt in Peru, in Chiclayo erlebten. Wir hielten hier, weil wir die etwas ausserhalb gelegene Hazienda San-José besuchen wollten. Früher war dieses Hazienda ein Jesuiten-Kloster. Danach wurde diese von spanischen Eroberern übernommen und mit Peruanischen Sklaven betrieben. Ab 1850 wurden Sklaven illegal aus Afrika ins Land durch einen 18km langen Tunnel (!!) unterirdisch in die Hazienda geschmuggelt. Angebaut wurde Zucker und Baumwolle. Wir waren sehr beeindruckt von der Führung und zugleich betroffen, was hier alles für Gräueltaten geschehen sind. Heute wird die Hazienda als Hotel und Restaurant genutzt und ist immer noch eine Oase im kargen Küstengebiet.

Die letzen Tage verbrachten wir in Lima im schönen Viertel Miraflores. Es fühlte sich hier schon fast wie in einer Stadt in Europa an. Fährt man aber mit dem Bus rein in die Stadt, sieht man ausserhalb die armen Viertel. Der Unterschied von Arm zu Reich scheint hier sehr gross zu sein. Wir liessen uns kulinarisch verwöhnen und genossen die Vielfalt der peruanischen Küche, unter anderem das beste Lomo Saltado (Rindstreifen mit viel Zwiebeln und Tomaten) der Stadt. In einem langen Flug gings dann wieder in den Sommer nach Vancouver…

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